Do
08
Dez
2011
Vorbericht zum Gruppenligaspiel gegen die SG Kinzenbach
Das Spiel findet am Samstag um 14:00 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Zwetschenweg statt. Unter mehr lesen ist der Vorbericht von Rainer Maaß hinterlegt...
Von Rainer Maaß
Auf der Zielgeraden des ausgehenden Kalenderjahres wartet die Fußball-Gruppenliga noch einmal mit einem Schlager auf. Am Michelbacher „Lorch“ bittet nämlich am Sonntag ab 14 Uhr der gastgebende Turn- und Sportverein seinen Nachbarn VfB Wetter zum Nachbarschafts- und Prestigederby. Im Rahmen der übrigen Partien am Samstag ab 14 Uhr gastiert der FSV Buchenau beim SSV Dillenburg.
„Wir wollen punkten und wir werden punkten!“, blickt Hubert Freund voraus. Das Spielausschussmitglied des FSV Buchenau lässt zum Match beim Kellerkind SSV Dillenburg keine Kompromisse gelten. Das spielreie Wochenende haben die „Lahnlustler“ zur Regeneration auf dem eigenen Weihnachtsmarkt genutzt. Die Aussicht auf die Zähler 26 bis 28 auf der Dillenburger „Bleiche“ soll nun Flügel verleihen. „Das Spiel spricht für sich. Unsere Mannschaft weiß, dass sie keinen Gegner dieser Klasse unterschätzen darf und so geht sie die Aufgabe auch an. Die Leistung vor zwei Wochen bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den VfB Wetter war prima und punktemäßig liegen wir voll im Soll“, berichtet Freund. Das Mitwirken des an Knieproblemen laborierenden Dennis Springer ist noch fraglich, während Manuel Hermann definitiv ausfällt. Ansonsten sind alle Kräfte an Bord.
Der TSV Michelbach überrascht bisher alle vermeintlichen Experten. Nach der Trennung von erfahrenen Leistungsträgern in der Sommerpause wagte der frühere Landesligist einen sportlichen Neubeginn mit radikal reduziertem Budget sowie reichlich Spielern aus unteren Klassen. Statt des erwarteten Abstiegsrangs ist aber nun vorzeitig klar, dass der TSV auf einem Nichtabstiegsplatz in die Winterpause geht. „Da kommt das Heimspiel am Sonntag gegen unseren Nachbarn und Aufstiegsfavoriten VfB Wetter gerade recht. Meine Leute sind so richtig heiß auf die Partie. Natürlich sind wir Außenseiter, weil die Wetteraner Elf in personeller Hinsicht nicht mehr mit dem Team der Vorjahre zu vergleichen ist, aber bei uns am „Lorch“ herrschen sowieso andere Gesetze. Wir können eine Sensation schaffen. Es geht nämlich ausnahmsweise nicht um die Aufstellung, sondern um die Einstellung“, glaubt Michelbachs Trainer Klaus Halba an seine Jungs. Noch unklar ist, ob die angeschlagenen Fynn Pierrets und Marco Pfeffer mitwirken können.
Mit einer Klasseleistung sowie mit drei Treffern des seit letzter Woche 35 Lenze zählenden Torjägers Mario Ellerich rang der VfB Wetter den bisherigen Tabellenführer Eintracht Lollar 4:3 nieder. Siegen die Grün-Weißen auch im Knaller beim alten Rivalen TSV Michelbach, dann gehen sie zumindest als Zweiter und damit auf einem direkten Aufstiegsplatz in die Pause. „Der Blick auf die Tabelle bleibt eine Momentaufnahme. Viel interessanter ist das Derby in Michelbach. Da wird es mit Haken und Ösen zu Sache gehen und wir stehen vor einer schweren Aufgabe. Trotzdem glaube ich, dass wir für diese Anforderung gut aufgestellt sind“, prophezeit Wetters Trainer Harry Preuss. Er selbst wird nicht die kurze Hose anziehen, da ihn beim Einsatz gegen Eintracht Lollar ein Muskelfaserriss ereilte. Ansonsten steht ihm das gleiche Personal zur Verfügung, das in der Vorwoche siegte.
„Sechs Punkte müssen aus dem beiden Partien bis Weihnachten noch her. Dann bleiben wir im Kreis der Aufstiegsanwärter“, forderte Volker Münn vor Wochenfrist. Die Schützlinge des Trainers der SF/BG Marburg haben die erste Aufgabe mit einem 2:1-Auswärtssieg bei der FSG Kirtorf gelöst. Zuhause gegen die SG Kinzenbach sind sie erneut klar favorisiert. „Der Kader bleibt bis auf die Rückkehr Sebastian Paffraths unverändert“, teilt Münn mit. Problematisch ist seiner Ansicht nach die unbeständige Trainingsbeteiligung: „Viele Jungs arbeiten oder jobben auswärts und stehen unter der Woche nicht zur Verfügung. Darunter leidet die spielerische Komponente, aber wir müssen das jetzt noch bis zur Winterpause überstehen und uns dann neu orientieren“, regt Münn an.
Seinen sportlichen Höhenflug fortsetzen will der TSV Eintracht Stadtallendorf II am Samstag. Die Jungs von Trainer Hartmut Huber gastieren beim FC Cleeberg.
"Quelle: Rainer Maaß, freier Fußballjournalist, u.A. für Hinterländer Anzeiger und Wetzlarer Neue Zeitung"
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